
Geschäftstipps:
Warum Kundenzufriedenheit so wichtig
ist
(Teil 2) |
Kundenfeedback und Kundenbefragung
Konkrete Beschwerden beinhalten für das Unternehmen nahezu kostenlose
Informationen über Qualität oder Mängel bei Produkten oder Dienstleistungen.
Man unterscheidet in:
(a) ungeplantes Kundenfeedback und
(b) geplantes Kundenfeedback.
(a) Ungeplantes Kundenfeedback erhalten Firmen über Call-Center,
Mitarbeiter, Briefe/Fax, Internet/E-Mail; es ist teilweise strukturiert,
teilweise unstrukturiert.
Was ist zu tun?
Feedback aufnehmen, Vorgang bewerten/zuordnen, Entscheidung abhängig vom
Kundenwert treffen, Kunde informieren, nachfragen, ob alles in Ordnung war.
Was haben Sie davon?
Kunden, die ein Problem haben und
• sich beschweren: Die Wiederkaufrate steigt um ca. 85 %, was nachweislich zu
einer Umsatzsteigerung von + 20 % führt.
• Sich nicht beschweren: Die Wiederkaufschance sinkt auf ca. 65 %, was zu einem
Umsatzverlust von mindestens 20 % führt.
Fazit: Seien Sie offen für Beschwerden!
Zu dem ungeplanten Kundenfeedback sollte ein strukturiertes Berichtswesen
aufgebaut werden, das folgende Vorgehensweise vorsieht:
• Alle Feedbacks sammeln
• Nach Themen strukturieren
• Häufigkeiten auszählen
• Nach Wichtigkeit bewerten
• Maßnahmen ableiten und diese im ganzen Unternehmen kommunizieren
• Prüfen, ob die Maßnahmen wirken
Diese Aufbereitung ist für die routinemäßige Zufriedenheitsbefragung eine
sinnvolle Grundlage. Außerdem kann Sie die Basis für Ihre FAQ‘s im Internet
sein.
Beispiel:
Die Firma Breuninger in Stuttgart ist sehr offen gegenüber Kundenbeschwerden.
Hier wird in der Regel nach einer Kundenbeschwerde immer eine sehr individuelle
Entscheidung für den Kunden im Sinne seiner Zufriedenheit getroffen.
(b) Geplantes Kundenfeedback
erhalten Firmen u. a. über
• Regelmäßiges Mitarbeiter-Feedback; Außendienst-Feedback;
Kundenservice-Protokolle
• Kundenbefragungen
Im Fokus steht die Kundenbefragung. Dabei kann man folgende Dimensionen messen:
die Zufriedenheit insgesamt, die Produktzufriedenheit und die
Servicezufriedenheit.
Darüber hinaus kann man je nach Befragungskonzept die Ergebnisse auch im
Vergleich zur Branche und zu anderen Branchen analysieren.
Es soll jedoch nicht ins 'Blaue hinein' befragt werden, sondern einer
Kundenbefragung soll eine konkrete Vorgehensweise zu Grunde gelegt werden. Damit
valide Ergebnisse herauskommen, müssen folgende Schritte abgearbeitet werden:
• Ziele festlegen
Was soll gemessen werden?
• Methode festlegen
Je nach Ziele und Zielgruppe unterschiedliche Methoden einsetzen. Für schnelle,
einfache und standardisierte Befragungen reichen schriftliche Befragungen auch
per E-Mail. Für eine eher explorative, qualitative Befragung bietet sich in der
Regel eine mündliche bzw. persönliche Telefonbefragung an.
• Explorative- und Pilotphase
st der Fragebogen grundsätzlich konzipiert, gilt es diesen mit 3-5 Personen der
Zielgruppe noch einmal auf Verständlichkeit,
Antwortergebnisse und Interviewlänge zu überprüfen. Nach dieser Phase erfolgt
noch einmal eine Optimierung des Fragebogens.
• Durchführung
Bei den interviewten Personen stichprobenartig nach prüfen, ob alles korrekt
abgelaufen ist.
• Danke sagen
Bei der Zielgruppe am Ende für die Befragung bedanken. Keine teueren Geschenke
ausloben, sonst erhalten Sie eine Ergebnisverzerrung.
• Analyse
• Maßnahmen ableiten und umsetzen. Zufriedenheit managen ist eine strategische
Aufgabe!!!
Es bedarf klar definierter und terminierter Ziele, regelmäßiger Messungen und
Analysen, klare Zuordnung und Verantwortung, Verankerung im
Marketing-Controlling und schließlich der Verankerung im Führungs- und
Zielsystem, d.h. es sollten auch Jahresprämien in Abhängigkeit der Zufriedenheit
vergeben werden. Regelmäßig Messen heißt je nach Branche zwei bis vier
Messzeitpunkte pro Jahr festlegen, um auch Veränderungen feststellen zu können.
Commitment: Nicht nur der Gefälligkeit halber fragen, sondern hinterher
auch etwas ändern.
Das hat zwei wichtige Konsequenzen:
• Die Kunden sehen eine Veränderung und fühlen sich ernst und wichtig genommen.
• Auch die Mitarbeiter spüren dies und werden dadurch noch konstruktiver. Das
hilft bei zukünftigem Change Management.
Ihr Nutzen:
• Höhere Kundenbindung
• Höhere Marge
• Effizienterer Services
• Aufmerksame Mitarbeiter
• Geringere Flopquoten
Kundenzufriedenheit regelmäßig messen ist:
• Agieren statt Reagieren
• Bestätigung von Stärken
• Lernen von Schwachstellen
• Feststellen von Entwicklungen
• Effizientes Justieren der Maßnahmen
• Kontinuierliche Verbesserung
Neben der Kundendatenanalyse ist das der erste Schritt zur Kundenbindung!
Quelle:
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63 0, Fax: 0 71 63 - 53 63 73, www.commundia.de, presse@commundia.de
Das Unternehmen mit Sitz in Ebersbach an der Fils ist eine auf
Multi-Channel-Dialogmarketing in Verbindung mit strategischem, analytischem und
operativem CRM spezialisierte Unternehmensberatung. Das Team besteht aus 10
Mitarbeitern mit jeweils langjähriger Berufserfahrung im B2B und B2C. CommunDia
definiert Beratung als die nachhaltige Weiterentwicklung Ihrer Kernkompetenzen.
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