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Risiko raus!
Gesetzliche Unfallversicherung startet
Kampagne
für mehr Sicherheit beim Fahren und
Transportieren
Motive warnen vor Kopflosigkeit
Berufsgenossenschaften,
Unfallkassen und landwirtschaftliche Sozialversicherung starten heute ihre
gemeinsame Präventionskampagne „Risiko raus!“. Ziel der zwei-jährigen Kampagne
ist, das Unfallrisiko beim Fahren und Transportieren zu verringern. Zentrales
Motiv sind kopflose Menschen, mit denen die gesetzliche Unfallversicherung für
mehr Risikobewusstsein bei der Arbeit und im Straßenverkehr wirbt.
„Wir gehen mit ‚Risiko raus’ zwei wichtige Schwerpunkte im Unfallgeschehen an“,
sagt Dr. Walter Eichendorf, stv. Hauptgeschäftsführer der Deutschen Gesetzlichen
Unfallversicherung (DGUV) und Präsident des Deutschen Verkehrssicherheitsrats
(DVR).
Fast jeder vierte meldepflichtige Arbeitsunfall im Betrieb geschieht beim
Transportieren oder Fahren. Hinzu kommen jährlich über 20.000 Arbeits- und
Dienstwegeunfälle sowie rund 115.000 Wegeunfälle im Straßenverkehr. In mehr als
700 Fällen endete ein Unfall beim Fahren oder Transportieren mit dem Tod. Bei
versicherten Kindern in Tageseinrichtungen, Schülern und Studierenden sind rund
60.000 weitere Unfälle im Straßenverkehr – davon 66 mit tödlichem Ausgang – zu
verzeichnen.
„Die traurige Wahrheit hinter diesen Unfällen ist: Viele hätten vermieden werden
können“, so Leo Blum, Vorstandsvorsitzender der landwirtschaftlichen
Sozialversicherung. Häufige Ursachen für Unfälle sind: mangelnde Sichtbarkeit,
schlecht ge-führte Verkehrswege im Betrieb, Zeitdruck, aber auch Nachlässigkeit,
Selbstüberschätzung und Leichtsinn. Die Kampagne zielt daher zum einen darauf,
die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass beispielsweise Zeitdruck und
Stress erst gar nicht entstehen. Zum anderen wirbt sie generell für mehr
Risikobewusstsein und überlegtes Handeln. Sie spricht daher Beschäftigte,
Schüler und Studierende, aber auch Arbeitgeber, Führungskräfte, für den
Arbeitsschutz im Unternehmen verantwortliche Personen und Lehrkräfte an
Tageseinrichtungen, allgemeinbildenden und beruflichen Schulen an.
Die
Kampagnenmotive stellen auf eindringliche Weise dar, wie eigenes Fehlverhalten
zur zentralen Unfallursache werden kann: Unter dem Motto „Mein Kopf ist gerade
woanders“ zeigen sie eine kopflose Person kurz vor einem Unfall. „Wenn jeder
Einzelne mehr Verantwortung für sich und andere übernimmt, leistet er einen
wesentlichen Beitrag zur Erhöhung der Sicherheit im Straßenverkehr und beim
innerbetrieblichen Transport und Verkehr“, so Eichendorf und Blum.
Partner von „Risiko raus!“ sind unter anderem der DVR und die Bundesländer. Die
Kampagne läuft bis Ende Dezember 2011 und umfasst unter anderem Anzeigen, Poster
und Broschüren sowie die Website
www.risiko-raus.de.
Vom 17. bis 19. Juni 2010 veranstalten die Träger der
gesetzlichen Unfallversicherung unter dem Motto „Risiko raus!“ Aktionstage in
Dortmund. Sie unterstützen zudem im Sommer den Staplercup in Aschaffenburg, eine
internationale Meisterschaft von Gabelstaplerfahrern.
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